Beefpreise in luftigen Höhen: Auswirkungen auf die Gastronomie und neue Verbrauchergewohnheiten
Keine leichte Zeit für BBQ-Liebhaber und Gastronomiebetriebe, die stark auf Rindfleisch angewiesen sind. Die US-amerikanische Restaurantkette City Barbeque, mit Sitz in Columbus, Ohio, sieht sich derzeit einem strategischen Wandel gegenüber. Der Grund: Der Preis für Brisket, ein essenzieller Bestandteil ihres Angebots, nimmt historische Höhen ein. Verpackt in Zahlen bedeutet dies, dass der Verkaufspreis eines Brisket-Sandwiches von 9,99 US-Dollar im Frühjahr auf nunmehr 11,49 US-Dollar gestiegen ist.
Bei der Preissteigerung handelt es sich um ein Phänomen, das nicht nur City Barbeque beschäftigt. Der Preis für Rindfleisch hat sich laut dem U.S. Department of Agriculture auf 9,69 US-Dollar pro Pfund im Vergleich zu 6,09 US-Dollar vor sechs Jahren gesteigert. Konfrontiert mit diesen Entwicklungen, hat City Barbeque bereits begonnen, eine Umstellung auf kostengünstigere Proteine wie Huhn oder Schwein in Betracht zu ziehen.
Der Anstieg der Rindfleischpreise erklärt sich insbesondere durch eine historisch geringe Anzahl an Viehbeständen, wie Elizabeth Harsh von der Ohio Cattlemen's Association erläutert. Das letzte Jahr war von Dürren geprägt, welche die Landwirte zwangen, ihre Bestände zu verkaufen. Parallel dazu bleibt die Nachfrage nach Rindfleisch unverändert hoch, ja sogar gestiegen – um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, um genau zu sein.
Restaurants wie das Little West Tavern in Columbus reagieren flexibel auf die Situation, indem sie sich stärker mit lokalen Erzeugern vernetzen und versuchen, die Einkaufskosten durch effiziente Strategien abzufedern. Gleiches gilt für die Fast-Food-Kette White Castle, die ihren Fokus auf alternative Produktangebote wie Hühnerslider verlagert.
John Barker vom Ohio Restaurant and Hospitality Alliance sieht die Herausforderungen für die Gastronomie als ernüchternd an, da die generellen Lebensmittelkosten in den letzten fünf Jahren etwa 35 Prozent über dem Durchschnitt lagen. Eine Entspannung der Lage wird in naher Zukunft nicht erwartet; man rechnet frühestens 2027 mit einer Stabilisierung der Rindfleischpreise, wenn sich die Viehbestände erholt haben.
Mit Blick auf die kommenden Feiertage steht City Barbeque jedoch weiterhin unter Druck, da die Kostenbelastung für das Unternehmen ernsthaft ins Gewicht fällt. Die Erwartung eines schnellen Wandels in der Preislandschaft mussten sie bereits zerschlagen.

