Bayern plant den Sprung in die Zukunft mit Fusionsenergie
Die bayerische CSU hat ehrgeizige Pläne zur Nutzung der Fusionsenergie in Bayern vorgestellt. Ministerpräsident Markus Söder verkündete während der Klausurtagung der CSU-Landtagsabgeordneten im historischen Kloster Banz, dass der Freistaat den Bau von drei neuartigen Fusionsreaktoren plant. Obwohl weltweit noch kein Fusionsreaktor in Betrieb ist, strebt Bayern an, auf diesem Gebiet international führend zu werden. Söder betonte die enge Zusammenarbeit mit dem Bund, um die Weichen für diese bahnbrechenden Projekte noch in diesem Jahr zu stellen.
Im Detail sieht das Vorhaben den Bau eines Demonstrationsreaktors in Garching bei München vor, wo das Projekt „Alpha“ die kommerzielle Nutzung der Magnetfusionstechnologie erforscht. Parallel dazu soll in Gundremmingen, auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks, ein erster kommerzieller Fusionsreaktor errichtet werden, der technisch dem in Garching ähnelt.
Darüber hinaus äußerte Söder den Wunsch, in Südbayern einen weiteren Reaktor mit Lasertechnologie zu realisieren. Wissenschaftsminister Markus Blume hob die globale Konkurrenz in der Fusionsforschung hervor und stellte klar, dass Geschwindigkeit nun entscheidend sei. Bayern strebe danach, ein wesentlicher Bestandteil der deutschen Hightech-Agenda zu sein.
Auch die zukünftige Nutzung von ehemaligen Atomkraftwerkstandorten als Technologiestandorte ist Teil der Strategie. Diese Orte bieten aufgrund bestehender Energieleitungen und Infrastrukturen optimale Bedingungen für innovative Projekte. Während in Gundremmingen private Investoren maßgeblich involviert sind, soll der Reaktorbau in Garching bis Anfang der 2030er Jahre abgeschlossen sein.

