Bayer sieht strahlende Zukunft für Pharmasparte dank innovativer Medikamente
Das Pharmasegment von Bayer erlebt einen Aufschwung, der von vielversprechenden neuen Medikamenten und geplanten Produkteinführungen beflügelt wird. Stefan Oelrich, Leiter der Pharmasparte, präsentierte auf der JPMorgan Healthcare Conference in San Francisco optimistisch fünf vielversprechende Produkte, von denen man sich enorme Markterfolge erwartet. Er prognostiziert ein starkes Wachstum, das bis in die 2030er Jahre reichen dürfte.
Besonders im Fokus steht das Prostatakrebs-Medikament Nubeqa sowie Kerendia, ein Medikament zur Behandlung chronischer Nierenerkrankungen und bestimmter Formen der Herzinsuffizienz. Eines der vielversprechendsten Produkte ist Asundexian, ein Blutgerinnungshemmer zur Schlaganfallprävention, dessen kürzlich veröffentlichte Studiendaten den Aktienkurs schon beflügelt haben. Weitere detaillierte Studiendaten werden in drei Wochen erwartet und sollen Aufschluss über das Marktpotenzial geben. Analysten von Kepler Cheuvreux gehen bei soliden Ergebnissen von einem möglichen Jahresumsatz von einer Milliarde Euro aus, wobei bei überragenden Resultaten sogar zwei Milliarden Euro möglich scheinen.
Dieses positive Bild der Pharmasparte kontrastiert deutlich mit den Herausforderungen, die sich aus dem Auslaufen der Patente auf ertragsstarke Produkte wie Xarelto und Eylea ergeben haben. Die viel beschworene Patentklippe erscheint nun eher als kurze Störung auf einem ansonsten flachen Weg, wie Experten von Kepler Cheuvreux betonten.
An der Börse setzt sich der Aufwärtstrend der Bayer-Aktien fort, die am Mittwoch ein neues Hoch seit November 2023 erreichten, sich an die Spitze des DAX katapultierten und um dreieinhalb Prozent auf 40,33 Euro stiegen. Im Jahr 2026 liegt der Kurs bereits neun Prozent im Plus. Neben den positiven Entwicklungen in der Pharmasparte verbreitete auch die mögliche Lösung von Rechtsstreitigkeiten in den USA rund um den Unkrautvernichter Glyphosat Optimismus unter den Investoren.

