Bayer im Wartezustand: Entscheidung des US-Gerichts zögert Glyphosat-Fall hinaus
Bayer sieht sich in den USA vor einer entscheidenden Weichenstellung, während der Rechtsstreit um das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat in die nächste Runde geht. Der Supreme Court der Vereinigten Staaten hat am Montag die Bundesregierung um eine Stellungnahme im Fall Durnell gebeten. Diese Maßnahme soll den Richtern helfen, eine fundierte Entscheidung zu treffen, ob sie den Fall überhaupt annehmen möchten.
Die Stellungnahme des "Solicitor General" wird von vielen als wichtiges Signal gedeutet, wie die US-Regierung zu dem Fall steht. Bayer, der weltweit tätige Agrarchemie- und Pharmakonzern, muss sich allerdings gedulden: Das oberste Gericht wird erst in der Sitzungsperiode von 2025/26 über die Annahme des Falles entscheiden, und eine endgültige Entscheidung könnte bis Juni 2026 fallen.
Die aktuellen Entwicklungen haben auch wirtschaftliche Auswirkungen. Die Unsicherheit über den Fortgang des Verfahrens drückte den Bayer-Aktienkurs zuletzt um fast 6 Prozent nach unten. Somit bleibt für Bayer die Schwebelage bestehen, während der weitere Verlauf des juristischen Tauziehens ungewiss ist.

