Bayer erhält grünes Licht für Menopause-Medikament in den USA
Mit Spannung erwartete Nachrichten aus dem Hause Bayer: Der Chemie- und Pharmariese hat die Zulassung seines Menopause-Medikaments Elinzanetant durch die US-Gesundheitsbehörde FDA erhalten. Das Mittel, das zukünftig unter dem Markennamen Lynkuet vertrieben wird, zielt auf die Linderung moderater bis schwerer vasomotorischer Symptome, insbesondere Hitzewallungen, in den Wechseljahren ab. Nachdem der Zulassungsprozess eine leichte Verzögerung erfuhr, bestätigte das Unternehmen erleichtert diese Entwicklung.
Lynkuet hat bereits in mehreren weiteren Märkten wie Australien, Kanada, Großbritannien und der Schweiz grünes Licht erhalten. In der Europäischen Union steht der endgültige Zulassungsbescheid noch aus, doch rechnet Bayer in den kommenden Monaten mit einem positiven Entscheid.
Innovativ setzt Bayer zudem auf eine Ausweitung der Anwendungsmöglichkeiten des Wirkstoffs Elinzanetant, indem es klinische Studien zur Behandlung von Brustkrebs-Patientinnen durchführt, die auf Hormonersatztherapien verzichten. Diese Patientinnen sind besonders von Wechseljahresbeschwerden betroffen, da ihre Therapie zu reduziertem Östrogenspiegel führt.
Bayers Ambition, Lynkuet als Blockbuster zu etablieren, ist klar. Solche Medikamente überschreiten die Milliardenschwelle im Jahresumsatz, was jedoch erfahrungsgemäß einige Jahre in Anspruch nehmen kann. Der strategische Erfolg neuer Präparate hat höchste Priorität, insbesondere angesichts der abnehmenden Patentlaufzeiten des Verkaufsschlagers Xarelto.

