Baugenehmigungen steigen: Hoffnungsschimmer für die Baubranche

Ein erfreulicher Trend zeichnet sich in der deutschen Bauwirtschaft ab: Die Anzahl der Baugenehmigungen hat im Oktober einen deutlichen Anstieg verzeichnet. Laut aktuellem Bericht des Statistischen Bundesamts wurden deutschlandweit 19.900 Wohnungen genehmigt, was einem Zuwachs von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese positive Entwicklung setzt den Aufwärtstrend der letzten Monate fort und weckt Hoffnung in einer Branche, die derzeit mit erhöhten Baukosten und gestiegenen Zinsen zu kämpfen hat.
Ein Blick auf die Zahlen von Januar bis Oktober zeigt ebenfalls eine erfreuliche Tendenz. In diesem Zeitraum erhielten 195.400 Wohneinheiten in neuen und bestehenden Gebäuden grünes Licht, was einer Steigerung von 11,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Insbesondere der Neubau von Einfamilienhäusern verzeichnete mit einem Wachstum von 16 Prozent eine beeindruckende Dynamik. Dagegen verzeichneten Zweifamilienhäuser einen leichten Rückgang. Auch die Mehrfamilienhäuser legten um beachtliche 13 Prozent zu.
Diese Entwicklungen geben der Hoffnung auf einen Aufschwung im Wohnungsbau neue Nahrung, zumal im vergangenen Jahr die Fertigstellungen mit nur 251.900 Einheiten auf einem Tiefstand seit 2015 lagen. Mit staatlichen Investitionen in Milliardenhöhe für den Infrastrukturausbau erwartet die Baubranche neuen Schwung bis 2026. Besonders in den Ballungszentren wird dringend neuer und bezahlbarer Wohnraum benötigt. Die Bundesregierung plant deshalb, mit einem beschleunigten Genehmigungsverfahren noch stärker den «Bau-Turbo» zu zünden.

