BASF unter Druck: Überraschende Gewinnwarnung schockiert Anleger
Die Finanzwelt erlebte eine Überraschung durch den weltweit führenden Chemiekonzern BASF, als dieser unerwartet eine Revision seiner Gewinne nach unten bekanntgab. Der operative Gewinn im vergangenen Jahr fiel stärker aus als ursprünglich prognostiziert, was auf die anhaltende Branchenkrise zurückgeführt wird. Trotz einem leichten Anstieg der Absatzmengen belasteten sinkende Verkaufspreise und negative Währungseffekte die Bilanz. Diese Nachricht führte zu Enttäuschung bei den Anlegern und einem Wertverlust der DAX-notierten Aktie um 1,8 Prozent auf 45,68 Euro am Freitagmorgen.
BASF musste feststellen, dass das finanzielle Ergebnis für das vergangene Jahr sowohl unter den eigenen Erwartungen als auch den Prognosen der Analysten blieb. Während das EBITDA vor Sondereinflüssen bei 6,6 Milliarden Euro lag, hatten Marktanalysten ein Ergebnis im Bereich von 6,7 bis 7,1 Milliarden Euro erhofft. Das Vorjahr endete noch mit einem operativen Gewinn von 7,2 Milliarden Euro. Die Hauptgründe für den Rückgang waren niedrigere Margen und ungünstige Währungseffekte.
Trotz gesunkener Umsätze von 61,4 Milliarden Euro auf 59,7 Milliarden Euro konnte BASF einen Anstieg des auf Aktionäre entfallenden Gewinns von 1,3 auf 1,6 Milliarden Euro verzeichnen. Ausschlaggebend dafür waren unter anderem höhere Beteiligungen am Ölkonzern Wintershall Dea und ein Sonderertrag aus dem Verkauf des Bautenanstrichmittelgeschäfts an Sherwin-Williams. Der Free Cashflow überstieg mit 1,3 Milliarden Euro sowohl den Vorjahreswert als auch die Erwartungen, bedingt durch geringere Ausgaben für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
In Hinblick auf zukünftige Investitionen hatte CEO Markus Kamieth Ende Oktober angekündigt, die Investitionen stark zu reduzieren, insbesondere im Wachstumsmarkt China. Die Investitionssumme für den neuen Verbundstandort in Zhanjiang wurde auf 8,7 Milliarden Euro angepasst, was einer Reduktion von 1,3 Milliarden Euro gegenüber den ursprünglichen Plänen entspricht.

