Baltic-German PowerLink: Neue Stromverbindung stärkt baltisch-deutsche Energiekooperation
Der Weg für ein zukunftsweisendes Energieprojekt zwischen Deutschland und den baltischen Staaten Lettland und Litauen ist geebnet. Eine künftige Stromverbindung, bekannt als "Baltic-German PowerLink", soll durch eine Seekabelverbindung die Energieversorgung effizienter gestalten und die Zusammenarbeit im Bereich der Offshore-Windenergie deutlich intensivieren.
Dies verkündete jüngst der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, der zusammen mit Partnern aus Lettland und Litauen das Konzept bis zum Herbst ausarbeiten soll. Die entsprechende Absichtserklärung wurde von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sowie den Energieministern Litauens und Lettlands am Rande einer Sitzung der Internationalen Energieagentur in Paris unterzeichnet.
Das Projekt bietet laut 50Hertz-Geschäftsführer Stefan Kapferer die Möglichkeit, Deutschland Zugang zu kosteneffizienter, erneuerbarer Energie aus den baltischen Windangeboten zu verschaffen und gleichzeitig die baltischen Strommärkte näher an den großen kontinentaleuropäischen Markt heranzuführen. Bisherige Studien und Vorplanungen skizzieren den "Baltic-German PowerLink" als eine rund 600 Kilometer umfassende Kabelverbindung, die entweder im Südwesten Lettlands oder im Nordwesten Litauens anlanden könnte.
An diesem Punkt ist ein Stromdrehkreuz geplant, über das etwa 2 Gigawatt an Offshore-Windenergie sowohl nach Deutschland als auch in die lokalen Netze eingespeist werden können. Ergänzend zur jüngst mit Dänemark vereinbarten "Bornholm Energy Island", die ein weiteres Energie-Drehkreuz in der Ostsee etablieren wird, unterstreicht dieses Projekt die ambitionierten Vorhaben Europas, die Kooperation im Bereich erneuerbarer Energien und insbesondere der Offshore-Windkraft substanziell zu verstärken.

