Bahn-Struktur im Fokus: Effizienz statt Vielstimmigkeit
Die Struktur der Deutschen Bahn sorgt weiterhin für Diskussionsstoff, insbesondere in Hinblick auf ihre interne Verwaltung. Trotz der Frage, ob Richard Lutz seinen Posten als Vorstandsvorsitzender weiterhin besetzen wird, bleibt der Vorstandsvorsitzende nicht die einzige bedeutende Personalie innerhalb des Konzerns. Die weit verzweigte Konzernstruktur mit zahlreichen Tochtergesellschaften führt zu einer Vielzahl an stellvertretenden Führungskräften, was die Entscheidungsprozesse komplizierter erscheinen lässt.
Ein Beispiel für die Problematik der hierarchischen Komplexität lieferte Christian Kern, ehemals Chef der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Er verwies auf Schwierigkeiten einer erfolgreichen Unternehmenssanierung durch eine Überzahl an Unter-Vorständen, die oft mehr Hürden als Lösungen bereithielten. Seit Jahren wird über die Notwendigkeit einer Verschlankung des Verwaltungsapparats diskutiert, doch sichtbare Fortschritte wurden bisher nicht erzielt.
Eine Konzentration auf Effizienz und klarere Entscheidungswege könnte der Deutschen Bahn bei der Lösung ihrer organisatorischen Herausforderungen erheblich helfen. Es bleibt abzuwarten, ob und wann hier konkrete Maßnahmen zur Vereinfachung der internen Struktur umgesetzt werden.

