Bahn-Beschwerde: Fünf Bundesländer fordern verbindlichen Zeitplan zur Streckensanierung
In einem eindringlichen Schreiben an die Bahn-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla haben die Regierungschefs der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein eine zügige Klärung der Verzögerungen bei der Streckensanierung zwischen Berlin und Hamburg gefordert. Die Länder bemängeln, unzureichend über die Bauzeitverlängerungen informiert worden zu sein und verlangen nun einen abgestimmten und verlässlichen Zeitplan.
Grund für die Verzögerung seien laut der Bahn winterliche Wetterbedingungen mit Frost und Schnee, die eine termingerechte Fertigstellung bis Ende April unmöglich machten. In einer Stellungnahme erklärte der bundeseigene Konzern, dass die erneute Bewertung der Lage in den letzten Tagen zu einer Verzögerung von 'wenigen Wochen' geführt habe und die Öffentlichkeit unverzüglich informiert worden sei.
Die Länder verlangen, dass die Bahn alle zur Verfügung stehenden Ressourcen nutzt, um die Arbeiten abzuschließen und die Koordination mit betroffenen Kommunen und Verkehrsunternehmen intensiviert. Ein detaillierter und ständiger Kommunikationsfluss sei unerlässlich. Zudem müsse die Bahn sicherstellen, dass der Ersatzverkehr nahtlos funktioniere und die finanziellen Mehrkosten nicht an Regionen, Städte oder die Fahrgäste weitergegeben werden.

