Autofahren bei Regen - wer haftet bei Unfällen durch Aquaplaning?

Mit Gewitter, Starkregen und schlechten Sichtverhältnissen muss auch im Juni in vielen Regionen Deutschlands gerechnet werden. Bei Regen ist das Unfallrisiko doppelt so hoch wie beim Fahren auf trockenen Straßen. Mögliches Aquaplaning und längere Bremswege erhöhen das Gefahrenpotenzial zusätzlich.
Starkes Bremsen bei Wasserglätte vermeiden
Autofahrer sollten ihre Fahrweise bei ungünstiger Witterung den Straßenverhältnissen anpassen und langsamer fahren. Unnötig starkes Bremsen ist zu vermeiden, denn der Bremsweg ist bei Regenwetter länger. Bei hohem Wasserstand entsteht Aquaplaning. Fällt soviel Regen, dass es zu einer Bugwelle vor den Reifen kommt, verlieren diese im Extremfall den Kontakt zur Fahrbahn und das Fahrzeug ist nicht mehr steuerbar. Ein sicheres Warnzeichen für Aquaplaning, das nicht ignoriert werden sollte, ist ein Gischt- oder Wasserschwall, der an den Rädern vorausfahrender oder entgegenkommender Fahrzeuge sichtbar wird. Eine schwankende Motordrehzahl weist ebenso wie das Eingreifen der Schlupfkontrolle oder schwächere Kräfte am Lenkrad auf die Gefahr des Aquaplanings hin. Sicherheitshalber sollte die Fahrgeschwindigkeit bei Regen umgehend reduziert werden. Der Asphalt bietet bei Nässe deutlich weniger Grip und Traktion als bei gutem Wetter. Die sogenannte „Schrecksekunde“ muss beim Autofahren im Regen immer einkalkuliert werden. Richtiges Verhalten am Steuer beim Fahren im Regen sollte rechtzeitig eingeübt werden, damit es in solchen Situationen nicht zu folgenschweren Unfällen kommt. Die meisten Fahrbahnen in Deutschland sind so konstruiert, dass Regenwasser schnell abläuft. Dennoch gibt es einige Aquaplaning-Fallen. Auf der rechten Fahrspur der Autobahnen bilden sich häufig Spurrillen. Auf Steigungen muss bei starkem Regen damit gerechnet werden, dass das Wasser dem eigenen Fahrzeug entgegenläuft. Wenn es auf einer durch Aquaplaning gefährdeten Strecke zu Unfällen kommt, ohne dass Autofahrer durch entsprechende Hinweise vorgewarnt wurden, besteht die Möglichkeit, das für die Fahrbahn verantwortliche Bundesland auf Schadenersatz zu verklagen. Verkehrsteilnehmer müssen gemäß geltender Bestimmungen durch entsprechende Hinweisschilder, Leitkegel oder Baken rechtzeitig vor Gefahren durch Aquaplaning gewarnt werden.
Umsichtig fahren senkt das Unfallrisiko
Bei Unfällen auf nasser Fahrbahn gilt der auffahrende Autofahrer als Unfallverursacher. Falls zusätzlich zur nassen Fahrbahn auch noch Sichtbehinderungen durch Nebel bestehen, müssen alle Verkehrsteilnehmer mit besonders großem Abstand fahren. Häufig kommt es in solchen Situation zu Unfällen mit mehreren beteiligten Fahrzeugen. Da die KFZ-Haftpflichtversicherung zwar Schäden an fremden Fahrzeugen übernimmt, aber Beschädigungen am eigenen Auto, für die kein anderer Autofahrer die Schuld trägt, nicht erstattet, lohnt sich eine Vollkaskoversicherung. Eine Autoversicherung der Gothaer kann als günstiger Rundumschutz oder mit unterschiedlichen Varianten der Selbstbeteiligung abgeschlossen werden. Es besteht die Möglichkeit, die Beitragshöhe mithilfe eines Beitragsrechners online zu berechnen. Der Versicherer bietet Beitragsnachlässe für Besitzer eines Neuwagens, für Zweitwagennutzer und Wenigfahrer an. Auch bei Fahrzeugnutzung nur durch bestimmte Fahrer und wenn der vertragliche Werkstattservice genutzt wird, kann mit Vergünstigungen gerechnet werden. Bei Fahrten im Regen empfiehlt es sich, auf tiefe Fahrrinnen und Pfützen auf der Fahrbahn zu achten. In Senken und tiefen Fahrrinnen ist besondere Vorsicht geboten, da sich hier viel Wasser ansammelt und das Risiko für Aquaplaning besonders groß ist. Ein ähnlich hohes Gefahrenpotenzial haben Fahrbahnen mit wechselnden Asphaltbelägen sowie kurvenreiche Strecken. Falls das Fahrzeug dennoch ins Rutschen gerät, sollte man nicht in Panik verfallen, sondern den Fuß sofort vom Gaspedal nehmen. Es empfiehlt sich, keine ruckartigen Bewegungen zu machen und das Lenkrad gut festzuhalten.

