Austritt Deutschlands aus der EU? AfD-Vorsitzende Weidel spricht sich für Referendum aus
Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel hat in einem Interview mit der "Financial Times" ihre Unterstützung für ein Referendum über einen möglichen Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union geäußert. Die Parteivorsitzende betonte, dass eine von ihrer Partei geführte Regierung versuchen würde, die EU zu reformieren und den Mitgliedstaaten mehr Souveränität zurückzugeben. Sollte dies jedoch nicht möglich sein, solle Deutschland die Möglichkeit haben, ebenfalls wie 2016 in Großbritannien über den Verbleib in der EU abzustimmen.
Weidel betonte, dass die AfD die Europäische Union nicht grundsätzlich ablehne, sondern sich vielmehr eine Reform der Union wünsche. Deutschland solle dabei mehr Kontrolle über seine eigenen Angelegenheiten zurückerlangen. Die Parteivorsitzende argumentierte, dass eine Regierung unter der Führung der AfD versuchen würde, die EU zu verändern und den Mitgliedstaaten mehr Mitspracherecht in wichtigen Entscheidungen zu geben.
Falls diese Versuche nicht erfolgreich sein sollten, befürwortet Weidel die Durchführung eines Referendums in Deutschland. In dem Interview verwies sie auf das Referendum in Großbritannien im Jahr 2016, bei dem 52 Prozent der teilnehmenden Briten für den Austritt aus der EU votierten. Die AfD-Vorsitzende betonte jedoch, dass ein solches Referendum nur als letzter Ausweg betrachtet werden sollte, wenn keine Einigung über eine Reform der EU erzielt werden könne.
Der Austritt Großbritanniens aus der EU wurde letztendlich im Jahr 2020 vollzogen, nach langer und komplexer Verhandlung. Ob es tatsächlich zu einem Referendum in Deutschland kommt, bleibt abzuwarten. Die Äußerungen von Weidel wurden kontrovers diskutiert, sowohl innerhalb der Partei als auch in der Öffentlichkeit. (eulerpool-AFX)

