Aufsichtsratsvergütungen im DAX: Steigende Honorare und Spitzenverdiener
Laut einer Analyse der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) haben die Aufsichtsratsmitglieder der DAX-Unternehmen im Jahr 2024 eine durchschnittliche Vergütung von über 131.400 Euro erhalten, was einem Anstieg von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden blieb dabei ähnlich lohnend, mit einem Anstieg von 3,8 Prozent auf durchschnittlich 436.000 Euro. Stellvertretende Vorsitzende durften sich über knapp 3,6 Prozent mehr freuen, was eine jährliche Vergütung von fast 287.000 Euro bedeutet.
Insgesamt beliefen sich die ausgezahlten Vergütungen der geprüften Unternehmen im DAX auf über 128 Millionen Euro, ein Anstieg von 4,4 Prozent. Diese Analyse umfasst die größten 40 börsennotierten Unternehmen Deutschlands, basierend auf dem Stand vom August 2025.
Besonders hervor sticht der Chefaufseher der Deutschen Bank, der 2024 eine beeindruckende Summe von rund 950.000 Euro erhielt. Im Rennen um die höchsten Gesamtvergütungen pro Aufsichtsrat sichert sich Volkswagen mit etwa 7,8 Millionen Euro wie im Vorjahr den Spitzenplatz, dicht gefolgt von der Deutschen Bank mit einer ähnlichen Summe und BMW mit rund 5,8 Millionen Euro.
Unter den Vorsitzenden erlangten Alexander Wynaendts von der Deutschen Bank (950.000 Euro), Michael Diekmann von der Allianz (758.000 Euro) und Hans Dieter Pötsch von Volkswagen (679.000 Euro) die Spitzenplätze bei den Vergütungen. Birgit Steinborn, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende bei Siemens, wurde als bestbezahlte Frau im Gremium gelistet und erhielt 452.000 Euro, wodurch sie Platz 22 insgesamt belegt.

