Aufschwung an den Börsen: Hoffnung auf Entspannung in Handelskonflikten
Die europäischen Börsen erlebten am Freitag einen deutlichen Aufschwung, beflügelt von der Hoffnung auf ein baldiges Ende der Zollkonflikte mit den USA. Der Optimismus kam nicht zuletzt durch die neuen Rekorde an den US-Börsen, die ihre europäische Pendants zusätzlich beflügelten. Diese positive Stimmung wurde durch die Fantasie über mögliche Zinssenkungen weiter verstärkt.
Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets kommentierte, dass sich die Märkte, im Zuge der geopolitischen Beruhigung, nach oben bewegten. Er stellte fest, dass diejenigen, die mit einer größeren Korrektur über den Sommer gerechnet hatten, nun eines Besseren belehrt wurden.
Der EuroStoxx 50 schloss auf Tageshoch mit einem Zuwachs von 1,56 Prozent und erreichte 5.325,64 Punkte. Im Vergleich zur Vorwoche erzielte der Index damit eine Steigerung von 1,8 Prozent. Auch andere Märkte außerhalb des Euroraums konnten Gewinne verzeichnen; der Schweizer SMI stieg um 0,84 Prozent, und der britische FTSE 100 legte um 0,72 Prozent zu.
Im Zollstreit haben sich China und die USA auf die Beendigung bestimmter Handelsbeschränkungen geeinigt. US-Handelsminister Howard Lutnick bestätigte, dass eine entsprechende Vereinbarung mit China unterzeichnet wurde, die vorsieht, dass China seltene Erden an die USA liefert und im Gegenzug die USA ihre Gegenmaßnahmen beenden.
Zusätzlich besteht die Aussicht auf ein Abkommen zwischen der Europäischen Union und den USA, möglicherweise noch vor Ablauf der Frist am 9. Juli. Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, äußerte gegenüber den EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag ihre Zuversicht, dass eine Einigung erzielt werden kann, um wirtschaftliche Spannungen zu vermeiden.

