Aufbruch zu neuer Partnerschaft: Kanzler Merz wirbt bei Xi für Waffenruhe in der Ukraine
In einem richtungsweisenden ersten Telefonat mit Chinas Präsident Xi Jinping hat Bundeskanzler Friedrich Merz seinen Einfluss geltend gemacht, um der weltweiten Initiative zur Schaffung einer Waffenruhe im russisch-ukrainischen Krieg zusätzlichen Schwung zu verleihen. Laut Regierungssprecher Stefan Kornelius liegt dem Kanzler daran, China als Schlüsselfigur bei der Bewältigung dieser Krise mit ins Boot zu holen. Der wirtschaftliche und diplomatische Impetus der USA und Europas, Frieden zwischen Russland und der Ukraine zu stiften, blieb bis dato vergeblich.
Neben der Friedensinitiative stand auch die Stärkung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen auf der Agenda des Gespräches, wobei Merz die Bedeutung eines fairen Wettbewerbs betonte. Beide Seiten zeigten sich gewillt, die Zusammenarbeit bei globalen Herausforderungen durch Partnerschaft weiter auszubauen. In diesem Sinne beschlossen Merz und Xi, den direkten Austausch zeitnah fortzusetzen, um die deutsch-chinesische Kooperation zu intensivieren.
Präsident Xi nutzte die Gelegenheit, um die Relevanz der deutsch-chinesischen Beziehungen zu unterstreichen. Er hob hervor, dass die durch unvorhersehbare Veränderungen geprägte internationale Lage die strategische Bedeutung der Allianz zwischen China und Deutschland sowie Europa noch offensichtlicher mache. Xi verdeutlichte, dass China bereit sei, die Partnerschaft mit Deutschland auf ein neues Level zu heben. Dabei sei eine Verstärkung des gegenseitigen politischen Vertrauens und eine Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der bilateralen Beziehungen unabdingbar. Chinas Wertschätzung gegenüber Deutschland als bedeutender Partner komme durch seine Unterstützung für Deutschlands Entwicklung und Wohlstand zum Ausdruck.

