Auf dem Raketenschauplatz: US-Regierung zieht Konsequenzen aus SpaceX-Verzögerungen
Die US-Regierung übt vermehrt Druck auf SpaceX aus, nachdem es zu Verzögerungen beim ambitionierten "Artemis"-Programm gekommen ist, das die Rückkehr der USA zum Mond vorsieht. Verkehrsminister und derzeitig amtierender Nasa-Chef Sean Duffy gab bekannt, dass der milliardenschwere Vertrag für die Mondmission möglicherweise an Wettbewerber wie Blue Origin, den Mitbewerber von Jeff Bezos, vergeben werden könnte. "Wir werden nicht auf ein einzelnes Unternehmen warten", betonte Duffy im Gespräch mit CNBC. Ziel sei es, innerhalb der aktuellen Präsidentschaft Menschen wieder auf den Mond zu bringen, um im neuen Wettrennen gegen China als Sieger hervorzugehen.
Im Mittelpunkt des "Artemis"-Programms steht eine bemannte Mondmission, die erste ihrer Art seit den "Apollo"-Missionen der 1970er Jahre. SpaceX erhielt 2021 den Auftrag, das Landemodul für die "Artemis 3"-Mission zu entwickeln, mit dem Ziel, dauerhaft Menschen auf dem Mond zu stationieren und den Weg für künftige Marsmissionen zu ebnen. Ursprünglich waren bemannte Flüge um den Mond für April 2026 angesetzt, gefolgt von einer Mondlandung 2027. Nun strebt die Nasa einen früheren Start im Februar 2026 und eine Mondrückkehr für das Jahr 2028 an.
SpaceX steht vermehrt unter Druck, nicht zuletzt wegen der Verzögerungen beim Starship-Testprogramm, das für die "Artemis"-Mission entscheidend ist. Nach mehreren Rückschlägen, einschließlich einer Explosion eines Prototyps im Juni 2025 in Texas, gilt es, sich gegen Mitbewerber wie Blue Origin, Boeing, Lockheed Martin und Northrop Grumman zu behaupten, die allesamt am "Artemis"-Projekt beteiligt sind.

