ATX trotzt globalen Unsicherheiten mit leichten Zugewinnen
Die Wiener Börse schloss am Donnerstag mit einem leichten Plus, während der ATX um 0,18 Prozent auf 4.708,02 Punkte anstieg. Der breiter gefasste ATX Prime verzeichnete ebenfalls einen Zuwachs von 0,18 Prozent, schließend bei 2.353,39 Punkten. Verglichen mit anderen europäischen Märkten fielen die Gewinne in Wien bescheiden aus.
Die Investoren reagierten gelassen auf den "government shutdown" in den USA, so die Einschätzung der Helaba-Bank-Marktanalyse. Ob dies die Veröffentlichung von US-Daten beeinflussen wird, bleibt abzuwarten, doch der Arbeitsmarktbericht der USA am Freitag ist hiervon potenziell betroffen.
Am österreichischen Markt herrschte eine knappe Informationslage, ohne wesentliche Unternehmens- oder Analystenmeldungen. Dennoch stachen bestimmte Aktien positiv hervor: AT&S verbuchte einen kräftigen Kursanstieg von 7,6 Prozent und profitierte von einem globalen Aufschwung der Halbleiterbranche. Diese wiederum erhielt Auftrieb durch die Nachricht, dass OpenAI, bekannt für den ChatGPT, ein spektakuläres Bewertungsniveau von einer halben Billion US-Dollar erreicht hat – erheblich mehr als zuvor durch eine Finanzierungsrunde im April.
Unter den weiteren ATX-Schwergewichten gewann die Erste Group 1,5 Prozent hinzu. Währenddessen entwickelten sich die Papiere von Raiffeisen mit einem Zuwachs von 1,3 Prozent und Bawag mit einem Verlust von 1,7 Prozent sehr unterschiedlich. Auch EVN schloss den Handel mit einem Minus von 1,7 Prozent.

