ATX schließt schwächer: Globale Unsicherheiten dämpfen Börsenstimmung
Der ATX-Index der Wiener Börse musste am Freitag Verluste hinnehmen, nachdem er tags zuvor die Marke von 5.500 Punkten erstmals überschritten hatte. Der Rückgang um 0,46 Prozent auf 5.519 Punkte deutet auf anhaltende Unsicherheiten hin, die trotz leichter positiver Signale weiterhin die Märkte beeinflussen.
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sprach IWF-Chefin Kristalina Georgiewa mit Nachdruck von der Notwendigkeit, die Bemühungen um globales Wachstum zu intensivieren. Der IWF hebt seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr leicht auf 3,3 Prozent an, doch sie warnte vor Selbstzufriedenheit und betonte, dass diese Entwicklung nicht ausreichend stark sei. Enttäuschend wirkte der Einkaufsmanagerindex der Eurozone, der am Vormittag veröffentlicht wurde, während die Verbraucherstimmung der Universität von Michigan vorerst keine deutlichen Spuren an den Finanzmärkten hinterließ.
Unternehmensseitig stand SBO im Mittelpunkt, da die Berenberg Bank ihre Empfehlung für SBO-Aktien herabstufte. Dies führte zu einem Kursrückgang von 3,09 Prozent. Im Bankensektor verzeichnete die Raiffeisen Bank International trotz einer Anhebung des Kursziels durch Barclays einen Rückgang. Hingegen konnte der Baukonzern Porr mit einem Wochenanstieg von 5,42 Prozent überzeugen, während auch FACC, OMV und weitere Unternehmen zum Wochenschluss positive Kursentwicklungen aufweisen konnten.

