Asylanträge steigen um 50 Prozent: 329.000 Menschen beantragen erstmals Schutz in Deutschland
Die Anzahl der Asylanträge in Deutschland ist im vergangenen Jahr um etwa 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) haben rund 329.000 Menschen einen Erstantrag auf Asyl gestellt. Zusätzlich dazu wurden knapp 23.000 Folgeanträge eingereicht.
Im gleichen Zeitraum hat das Bamf über mehr als 260.000 Asylverfahren entschieden. Von diesen wurde etwa die Hälfte der Menschen ein Schutzstatus zuerkannt. Knapp 62.000 Anträge wurden abgelehnt und fast 65.000 Verfahren wurden aus verschiedenen Gründen, wie beispielsweise der Rücknahme des Asylantrags, eingestellt.
Besonders bemerkenswert ist, dass fast 23.000 Erstanträge von in Deutschland geborenen Kindern unter einem Jahr stammen. Syrien war mit über 104.000 Anträgen seit Jahresbeginn das Herkunftsland mit den meisten Asylanträgen, gefolgt von der Türkei (62.624) und Afghanistan (53.582).
Im vergangenen Jahr betrug die durchschnittliche Verfahrensdauer für Erst- und Folgeanträge 6,8 Monate. Ende Dezember waren fast 240.000 Verfahren noch offen und warteten auf Entscheidungen seitens des Bamf. (eulerpool-AFX)

