Astrazeneca vor dem OLG Bamberg: Entscheidung im Dezember erwartet
In einem aufsehenerregenden Verfahren gegen den Impfstoffhersteller Astrazeneca hat das Oberlandesgericht Bamberg angekündigt, seine Entscheidung im Dezember bekanntzugeben. Für den 8. Dezember wurde die Verkündung anberaumt, nachdem zuvor ein Sachverständiger stundenlang befragt wurde.
Im Zentrum der Klage steht eine 35-jährige Frau aus Hof, die nach ihrer Covid-19-Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin "Vaxzevria" schwer erkrankte. Nach der Impfung im März 2021 entwickelte sie eine Darmvenenthrombose, fiel ins Koma und musste schließlich einen Teil ihres Darms entfernen lassen. Die Klägerin fordert nun mindestens 250.000 Euro Schmerzensgeld, 17.200 Euro als Entschädigung für Verdienstausfälle sowie bis zu 600.000 Euro für zukünftige Beeinträchtigungen.
Das Landgericht Hof hatte die Klage im Januar 2023 zunächst abgewiesen, da es keinen Produkt- oder Informationsfehler feststellen konnte. Die Klägerin legte daraufhin Berufung ein, woraufhin das Verfahren seit Juli 2023 am OLG in Bamberg läuft. Der Anwalt der Frau sieht die schwere Erkrankung als Nebenwirkung des Impfstoffs und damit als einen möglichen Impfschaden an.

