Assassin’s Creed Hexe verliert laut Insider alle Fantasy-Elemente
Bei Assassin’s Creed Hexe könnte sich intern deutlich mehr verändert haben, als Fans bisher ahnten. Laut dem bekannten Ubisoft-Insider xj0nathan soll Jean Guesdon seit seiner Übernahme der kreativen Führung alle Inhalte aus dem Projekt entfernt haben, die zu „magisch“ oder zu stark nach Fantasy wirkten (via X.com). Als Beispiel nennt der Leak sogar eine Funktion, bei der Spieler angeblich eine Katze hätten steuern können. Offiziell bestätigt ist das von Ubisoft nicht.
Genau deshalb muss man diese Meldung sauber einordnen. Es handelt sich aktuell um ein Gerücht, nicht um eine offizielle Designbeschreibung des Spiels. Gleichzeitig fällt der Leak in eine Phase, in der Hexe ohnehin unter neuer Führung steht. Jean Guesdon, bekannt durch Black Flag und Origins, hat nach dem Abgang von Clint Hocking die kreative Leitung des Projekts übernommen hat. Ubisoft bestätigte damals, dass die Entwicklung von Hexe unter Guesdon mit einem erfahrenen Team weiterläuft.
Warum dieses Gerücht gerade deshalb ernst genommen wird
Der interessante Punkt ist nicht nur der Inhalt des Leaks, sondern wer ihn verbreitet. Der Gaming-Insider xj0nathan lag in der Vergangenheit bei mehreren Ubisoft-Themen richtig, unter anderem bei Details zu Assassin’s Creed Mirage. Das macht seine Aussagen nicht automatisch wahr, gibt ihnen aber mehr Gewicht als einem typischen Reddit-Beitrag ohne Vorgeschichte.
Gerade deshalb wirkt die Meldung so heikel. Denn Hexe galt seit seiner frühen Ankündigung für viele Fans als potenziell düsterster, seltsamster und vielleicht sogar „übernatürlichster Teil“ der Reihe. Schon der Codename, die ersten Andeutungen und die Stimmung rund um das Projekt hatten Erwartungen in eine sehr ungewöhnliche Richtung geschürt. Wenn Ubisoft jetzt tatsächlich stärker auf einen geerdeten historischen Ansatz umschwenkt, wäre das für viele ein spürbarer Kurswechsel.

Kehrt Ezio Auditore da Firenze in Assassin’s Creed Codename Hexe zurück? Das war bisher das wildeste Gerücht rund um das kommende Ubisoft-Spiel. – Bild: Ubisoft
Ubisofts eigene Worte passen zumindest teilweise dazu
Spannend ist, dass Ubisofts offizielle Kommunikation nicht direkt gegen diese neue Richtung spricht. Anfang März beschrieb die kreative Fürhung Assassin’s Creed Hexe als „einzigartig, düsterer, erzählerisch geprägt“ und als Spiel, das in einem „Wendepunkt der Geschichte“ angesiedelt sei. Von Magie, Hexenzaubern oder Fantasy-Systemen war dabei nichts zu hören. Stattdessen betonte Ubisoft, dass man sich Zeit nehme, um die ambitionierte Vision des Spiels umzusetzen.
Das ist natürlich noch kein Beleg dafür, dass der Insider recht hat. Aber es passt erstaunlich gut zu einer Version von Hexe, die eher auf historische Finsternis, Angst, Verfolgung und Atmosphäre setzt als auf offen fantastische Spielmechaniken. Gerade bei einem Assassin’s-Creed-Spiel mit dem Namen „Hexe“ wäre das fast schon ein kleiner Twist: weniger Zauberfantasie, mehr psychologischer Schrecken und Aberglaube.
Was das für Hexe bedeuten könnte
Sollte das Gerücht stimmen, dann dürfte sich Hexe jetzt stärker an den Wurzeln der Serie orientieren, nur eben in einem deutlich düstereren Ton. Also weniger „Fantasy-Assassin’s-Creed“, sondern eher ein historischer Albtraum mit mystischer Oberfläche, aber ohne echte Magie im Gameplay. Das würde auch gut zu Guesdon passen, der mit Black Flag und Origins zwei Teile mit klarer Welt und starkem Abenteuergefühl verantwortet hat, ohne dass sie völlig ins Fantastische kippten. Diese Einordnung ist eine Schlussfolgerung aus seiner bisherigen Arbeit und Ubisofts jüngsten Aussagen, keine offizielle Designbeschreibung.
Wenn sich dieser Leak bewahrheitet, dann wird Hexe sehr wahrscheinlich nicht das Spiel, das viele nach dem ersten Teaser im Kopf hatten, sondern ein viel realeres, düstereres Assassin’s Creed.


