Asiens Börsen uneinig: Vor Fed-Entscheidung bleibt Unsicherheit
Die asiatischen Börsen agierten zwei Tage vor der bedeutenden Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed ohne einheitliche Richtung. Insgesamt verhielten sich die Investoren zurückhaltend, da eine Zinssenkung zwar als wahrscheinlich gilt, allerdings auch negative Überraschungen nicht auszuschließen sind.
Gunter Deuber, Chefvolkswirt der Raiffeisen Bank International, betont den aktuellen Konflikt in der Fed: Der Fokus schwankt zwischen der erhöhten Inflation und dem schwachen Arbeitsmarkt, was das duale Mandat aus Preisstabilität und Vollbeschäftigung zu einem Zielkonflikt führt. Trotz der Zollpolitik von US-Präsident Trump sei die Inflation bislang geringer als erwartet ausgefallen, was eine Zinssenkung wahrscheinlicher erscheinen lässt.
Der japanische Nikkei 225 konnte einen leichten Gewinn von 0,2 Prozent verzeichnen und schloss bei 50.581,94 Punkten. In China hingegen profitierten die Märkte von einem Anstieg der Exporte um 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der CSI-300-Index stieg daraufhin um 0,8 Prozent, während der Hang-Seng-Index in Hongkong einen Rückgang von mehr als einem Prozent erlebte.
Nach der Veröffentlichung der jüngsten Handelsdaten zwischen der EU und China kündigte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mögliche Gegenmaßnahmen an. Er kritisierte Chinas Handelsbeschränkungen und sprach von einem untragbaren Handelsüberschuss, der die eigenen Kunden schädige.
Zwischen China und Japan verstärken sich die Spannungen ebenfalls weiter. Japan wirft China gefährliche Manöver mit Kampfjets vor, nachdem chinesische Militärflugzeuge japanische Jets mit einem Radar ins Visier genommen haben sollen.
In Australien blieben die Märkte stabil, der S&P/ASX 200 schloss nahezu unverändert mit einem leichten Verlust von 0,1 Prozent.

