Asiens Börsen in der Defensive: US-Handelspolitik und Nvidia-Zahlen im Fokus
Die asiatischen Börsen zeigten sich am Mittwoch überwiegend zögerlich. Händler reagieren besorgt auf die fortwährend aggressive Handelspolitik der USA, während die bevorstehenden Quartalszahlen des US-amerikanischen KI-Chipgiganten Nvidia, die nach Börsenschluss in den USA bekannt gegeben werden sollen, zu Vorsicht mahnen.
Der indische Aktienmarkt geriet zur Wochenmitte unter Druck, da die Frist für neue US-Zölle auf Importe aus Indien, bedingt durch dessen Zusammenarbeit mit Russland im Ölgeschäft, abgelaufen ist. Präsident Donald Trump hatte Anfang August zusätzliche Zölle von 25 Prozent verhängt. Die Gesamtzölle verdoppeln sich somit auf 50 Prozent. Infolgedessen büßte der Sensex-Index rund 1 Prozent ein und fiel auf etwa 80.787 Punkte, nachdem er sich seit Mai in einer engen Spanne zwischen 80.000 und 84.000 Punkten bewegt hatte.
Auch in China zeigten sich die Märkte geschwächt. Der CSI-300-Index, der zweitwichtigste Marktindikator der chinesischen Festlandbörsen, fiel um 1,2 Prozent und schloss bei 4.399 Punkten, während der Hang-Seng-Index in Hongkong um 1,4 Prozent auf 25.176 Punkte nachgab.
Gegen den allgemeinen Trend konnte der japanische Nikkei-225-Index um 0,3 Prozent steigen und verzeichnete einen Schlussstand von 42.520 Punkten. Ein Höhepunkt in Tokio war der starke Kursanstieg von Nikon um 21 Prozent, nach Berichten über eine mögliche Erhöhung der Beteiligung durch den europäischen Brillenhersteller EssilorLuxottica.

