Asiatische Aktienmärkte unter Druck: Schwache Konjunkturdaten und Steuerpläne sorgen für Verunsicherung
Am Freitag gerieten die führenden asiatischen Aktienmärkte ins Straucheln. Besonders in Südkorea waren die Anleger in Sorge und die Kurse standen massiv unter Druck. Der Grund: Das südkoreanische Finanzministerium hat Pläne zur Anhebung der Steuern auf Kapitalgewinne vorgelegt. Diese Ankündigung wurde an den Finanzmärkten mit Skepsis aufgenommen und führte zu einem spürbaren Rückgang des Kospi-Leitindex um vier Prozent.
In China war die Stimmung ebenfalls angespannt. Hier belasteten erneut schwache Konjunkturdaten die Lage. Der Einkaufsmanagerindex, erhoben vom renommierten Magazin "Caixin", fiel im Juli unerwartet stark um 0,9 Punkte auf 49,5 Zähler. Diese Entwicklung überschritt die Prognosen der von Bloomberg befragten Experten, die mit einer geringeren Abschwächung gerechnet hatten. Der Index rutschte unter die kritische 50-Punkte-Marke und signalisiert somit ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Aktivitäten. Der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen umfasst, verlor daraufhin 0,5 Prozent.
Auch Hongkong und Japan blieben von den negativen Impulsen nicht verschont. Der Hang-Seng-Index in Hongkong büßte 0,53 Prozent ein und markierte damit weitere Verluste im Wochenverlauf. In Japan verzeichnete der Nikkei 225 ein Minus von 0,66 Prozent. Im Laufe der Woche ergab sich hier ein Rückgang von etwa eineinhalb Prozent.
Australien blieb ebenfalls nicht unberührt von den globalen Entwicklungen. Der S&P/ASX 200 sank um 0,92 Prozent, was die allgemeine Unsicherheit in der Region zusätzlich unterstreicht.

