Asiatische Aktienmärkte trotzen Wall-Street-Schwäche
Die bedeutendsten Aktienmärkte in Fernost zeigten Widerstandsfähigkeit und starteten in die neue Börsenwoche überwiegend mit Zugewinnen, trotz ungünstiger Vorgaben von der Wall Street. In Tokio verzeichnete der Nikkei 225 einen bemerkenswerten Anstieg von 1,5 Prozent und überschritt fast die Marke von 43.644 Punkten. Dieser Aufschwung folgte der Ankündigung von Premierminister Shigeru Ishiba, zurückzutreten, sowie der erfreulichen Nachricht, dass Japans Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal saisonbereinigt um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen war – ein Wert, der die Erwartungen übertraf.
In China legte der CSI-300-Index, der die bedeutendsten Aktien der Festlandbörsen umfasst, zuletzt um 0,2 Prozent auf 4.469 Punkte zu. Die Entwicklung des Hang-Seng-Index in Hongkong war ebenfalls positiv: Er kletterte im späten Handel um 0,9 Prozent und erreichte 25.648 Zähler.
Allerdings fielen die Außenhandelsdaten aus China eher enttäuschend aus. Die Exporte in die USA brachen im August um ein Drittel ein, was auf die Auswirkungen des anhaltenden Handelsstreits zurückzuführen ist. Insgesamt stiegen die Ausfuhren der Volksrepublik um lediglich 4,4 Prozent – weit weniger als von Experten prognostiziert und das schwächste Wachstum seit einem halben Jahr.
In Australien hingegen verzeichnete der S&P/ASX 200 zum Wochenauftakt einen leichten Rückgang um 0,2 Prozent auf 8.850 Punkte.

