Asiatische Aktienmärkte setzen zur Rückkehr an: Unsicherheit dominiert
Die asiatischen Aktienmärkte verzeichneten am Dienstag eine leichte Korrektur, nachdem sie am Vortag Zugewinne verbuchen konnten. Die Marktteilnehmer warten gespannt auf weitere Entwicklungen bezüglich der Ukraine-Kriegsverhandlungen, während die Marktstrategen der Deutschen Bank von einem insgesamt ruhigen Handelsumfeld berichten.
Der japanische Nikkei 225-Index büßte nach Erreichen eines Rekordniveaus 0,38 Prozent ein und schloss bei 43.546,29 Punkten. Dieser Rückgang wird teilweise durch den Anstieg der Anleiherenditen erklärt. Überdies könnten steigende US-Zölle sowie eine potenziell abnehmende Nachfrage aus den USA die Gewinnmargen japanischer Exporteure belasten, was wiederum die Konsumbereitschaft der Haushalte im Land beeinflussen könnte, so Ulrich Stephan von der Deutschen Bank.
Ein Bewertungsaufschlag auf den japanischen Topix-Index gegenüber seinem Zehn-Jahres-Durchschnitt deutet laut Stephan auf eine mögliche Konsolidierung in naher Zukunft hin. Parallel dazu hat der angeschlagene US-Chiphersteller Intel einen neuen Großinvestor gewonnen: Der japanische Technologieriese Softbank erwarb Intel-Aktien im Wert von zwei Milliarden US-Dollar, was einen Kaufpreis von 23 Dollar pro Aktie bedeutet. Dieser Preis liegt leicht unterhalb des vorherigen Schlusskurses, und Softbank-Aktien notierten daraufhin rund vier Prozent niedriger.
In China zeigten sich die Börsen ebenfalls zurückhaltend. Der CSI-300-Index gab um 0,33 Prozent nach und erreichte 4.225,36 Punkte. Der Hang-Seng-Index in Hongkong verlor 0,31 Prozent und fiel auf 25.098,47 Punkte. Australiens S&P/ASX 200-Index schloss 0,7 Prozent niedriger bei 8.896,20 Punkten.

