Arthur Hayes zuversichtlich in $250.000 Bitcoin nach Fed-Politikwechsel
Trotz einer leichten Erholung in dieser Woche kämpft der Bitcoin-Kurs weiterhin weit unter $90.000. Die Kryptowährung steht unter enormem Marktdruck, da Händler aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten vorsichtig bleiben.
Der Mitbegründer von BitMEX, Arthur Hayes, glaubt jedoch, dass Bitcoin bis Ende 2025 auf $250.000 steigen könnte.
Bitcoins Anstieg auf $250.000
In seinem neuesten Blogbeitrag machte Hayes eine kühne Prognose, indem er eine wesentliche Verschiebung in der US-Geldpolitik analysierte. Er glaubt, dass die Federal Reserve aufgrund politischer und wirtschaftlicher Zwänge letztendlich dem Druck nachgeben und die quantitative Lockerung (QE) wieder aufnehmen wird. Er argumentierte, dass der Bitcoin-Preis dramatisch steigen wird, wenn die Fed die Liquidität im System durch ihren Bedarf zur Unterstützung der US-Wirtschaft wiederherstellt.
Hayes wies insbesondere auf die jüngste Haltungsänderung der Federal Reserve in Bezug auf das Supplementary Leverage Ratio (SLR) und die allgemeine Bilanzpolitik hin. Er prognostiziert, dass die Zentralbank eine Ausnahme für Banken beim SLR gewähren wird, was ihnen effektiv erlaubt, mehr Staatsanleihen zu halten, ohne strengeren Kapitalanforderungen zu begegnen.
Dies wird laut Hayes als eine Form von Treasury QE wirken, die den Markt mit Liquidität überschwemmen wird.
Der ehemalige CEO von BitMEX zog auch Kommentare von Fed-Chef Jerome Powell heran, der die Möglichkeit andeutete, das Auslaufen von Vermögenswerten aus der Fed-Bilanz zu stoppen, sowie eine kürzliche Aussage von Bessent über die Auswirkungen der Aufhebung des SLR, die die Renditen von Schatzwechseln senken und die Liquidität um Dutzende Milliarden $ steigern könnte.
Hayes' Analyse befasst sich auch mit den potenziellen inflationären Auswirkungen vorgeschlagener Zölle. Während Powell behauptet hat, dass jede durch Zölle verursachte Inflation "transitory" wäre, argumentiert er, dass das Engagement der Fed für Lockerungen fest bleiben wird, selbst wenn die Inflation ansteigt.
Dieser Glaube an "transitory" Inflation erlaubt es der Zentralbank, ihre Politik der monetären Expansion fortzusetzen, ohne langfristige Konsequenzen zu fürchten, wodurch sie weniger besorgt über die inflationären Auswirkungen von Zöllen auf Waren oder Dienstleistungen ist.
Bitcoin: „Anti-Establishment“-Asset?
Erläuternd zu den Liquiditätsdynamiken bemerkte der 40-jährige amerikanische Unternehmer, dass das US-Finanzministerium bereits das Tempo der quantitativen Straffung (QT) von 25 Milliarden $ pro Monat auf nur 5 Milliarden $ nach dem 1. April reduziert hat, was einen jährlichen Liquiditätsschub von 240 Milliarden $ geschaffen hat. Er prognostiziert, dass diese Zahl im Laufe des Jahres auf 420 Milliarden $ steigen könnte, was im Wesentlichen eine Verschiebung hin zu aggressiverer Lockerung bedeuten könnte.
Für Hayes spiegeln diese Bedingungen die der globalen Finanzkrise 2008 wider, bei der Gold und andere Rohstoffe traditionelle Vermögenswerte übertrafen, als die Liquditätseinspritzungen der Fed begannen. Auch wenn es Bitcoin während der globalen Finanzkrise noch nicht gab, glaubt er, dass es jetzt als „Anti-Establishment“-Asset dient, das von den gleichen liquiditätsgetriebenen Rückenwinden profitieren wird, die Gold während der letzten Krise antrieben.
Hayes verdoppelte seine $250.000 Bitcoin-Prognose, während er argumentierte, dass die letztendliche Rückkehr der Fed zu QE die Kryptowährung weiter antreiben wird, da sie in Umgebungen des Fiat-Währungsabwertungen gedeiht. Er glaubt, dass die Technologie von Bitcoin und seine Positionierung als Wertspeicher es zum idealen Asset machen, um von der Flut von Liquidität zu profitieren, von der er erwartet, dass sie kommen wird.
Trotz der Anerkennung von Marktrisiken bleibt Hayes zuversichtlich, dass der Wert von Bitcoin steigen wird, wenn sich die Geldpolitiken der Fed mit seinem Ausblick auf einen höheren Preis in den kommenden Monaten decken.

