Artemis halt am Puma-Anteil fest – Verkauf vorerst ausgeschlossen
Im Rahmen aktueller Spekulationen verlautet aus gut informierten Kreisen, dass Artemis, die Holding der Familie Pinault und Muttergesellschaft von Kering, momentan nicht beabsichtigt, ihren 29-prozentigen Anteil an der Sportmarke Puma zu veräußern. Dies folgt auf Berichte aus dem August, wonach Artemis mögliche Käufer für seinen 960 Millionen US-Dollar schweren Puma-Anteil sondiert haben soll.
Nach diesem Bericht erzielten Puma-Aktien einen kurzfristigen Anstieg von 15 Prozent, verloren jedoch in der Folgezeit den größten Teil dieses Gewinns. Eine der Annahmen, das Artemis eine Verkaufserlösung anstrebt, wird von einer vertrauten Quelle widerlegt.
Diese betont, dass der momentane Börsenwert von Puma nicht den Vorstellungen von Artemis entspricht und ein Verkauf daher nicht in Betracht gezogen wird. Trotz diverser Anfragen, darunter auch von Private-Equity-Firmen und Branchenkollegen, seien derzeit keine Verhandlungen im Gange.
Die Anteile an Puma stehen dennoch nicht auf ewig im Portfolio von Artemis, wie die Quelle weiter erklärt, wenngleich momentan nicht der geeignete Zeitpunkt für eine Veräußerung sei. Der Wertverlust der Puma-Aktien von mehr als 60 Prozent über die letzten zwei Jahre aufgrund nachlassender Marktanteile und schwächelnder Nachfrage für neue Sneaker-Modelle wie den Speedcat unterstreicht diese Haltung.
Obwohl Artemis derzeit nicht unter Druck steht, Vermögenswerte wegen Schuldforderungen zu veräußern, beobachtet der Markt die Holding angesichts der hohen Verschuldung genau. Die Familie Pinault erwarb im Jahr 2018 den Puma-Anteil, als Kering beschloss, sich ganz auf Luxusmarken wie Gucci und Saint Laurent zu konzentrieren.
Vertrauen besteht in den neu ernannten CEO von Puma, Arthur Hoeld. Mit dessen Leitung wird dem Unternehmen die Fähigkeit zugeschrieben, sich am Markt neu zu positionieren und langfristig zu erholen.

