Arbeitsmarkt in der Eurozone stabilisiert sich trotz regionaler Unterschiede
Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone zeigt im Juli einen leichten Rückgang. Laut Eurostat sank die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent. Somit wurde ein historischer Tiefstand erreicht, obwohl der zuvor veröffentlichte Juni-Wert nachträglich von 6,2 Prozent auf 6,3 Prozent korrigiert wurde. Die Karten auf dem Arbeitsmarkt werden neu gemischt, denn so tief lag die Quote bislang noch nie.
Die absolute Zahl der Arbeitslosen verringerte sich im Vergleich zum Vormonat um 170.000 Personen, und im Jahresvergleich verzeichnete man einen Rückgang von 161.000 Betroffenen. Insgesamt waren im Juli 10,81 Millionen Menschen ohne Beschäftigung in der Eurozone.
Trotz der insgesamt positiven Entwicklung bestehen weiterhin erhebliche Unterschiede zwischen den Mitgliedsstaaten. Spanien vermeldet mit 10,4 Prozent eine der höchsten Arbeitslosenquoten, gefolgt von Finnland mit 9,5 Prozent. Deutschland hingegen überzeugt mit einer der niedrigsten Quoten von stabilen 3,7 Prozent.
Eurostat sorgt für Vergleichbarkeit, indem die harmonisierten Quoten nach den Empfehlungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) berechnet werden. Diese Quoten können sich von den nationalen Statistiken unterscheiden, was erklärt, warum Eurostat für Deutschland eine deutlich niedrigere Arbeitslosenquote ausweist als die Bundesagentur für Arbeit.

