Arbeitskampf im öffentlichen Dienst: Gewerkschaften fordern klarere Angebote

In der jüngsten Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder haben die Gewerkschaften erneut Nachdruck auf ihre Forderungen ausgeübt. Neben einer Erhöhung der Gehälter verlangen sie kürzere Vertragslaufzeiten. Verdi-Chef Frank Werneke zeigt sich enttäuscht über das bisher von den Arbeitgebern präsentierte Angebot.
Auf einer Kundgebung in Düsseldorf mit rund 16.000 Teilnehmern kritisierte Werneke den als "Lösungskorridor" bezeichneten Vorschlag als unzureichend und nicht akzeptabel. Besonders bemängelt wird die Dauer des Vertrags von 29 Monaten, die mit etlichen Nullmonaten beginnt. Zusätzliche Kritik übt der dbb-Chef Volker Geyer, der den Arbeitgebern vorwirft, für das Jahr 2025 eine Nullrunde anzustreben.
Beide Gewerkschaftsführer zeigen Beständigkeit in ihrer Forderung nach einer Gehaltserhöhung von sieben Prozent oder mindestens 300 Euro. Auf der Seite der Arbeitgeber betont Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel, der Verhandlungsführer, dass bereits weitreichende Eckpunkte vorgelegt wurden. Diese böten eine Steigerung von über fünf Prozent im Durchschnitt. Dressel setzt auf fortlaufend konstruktive Gespräche mit den Gewerkschaften, während er die Wichtigkeit der finanziellen Realitäten hervorhebt.

