Apples Herausforderungen im AI-Rennen: WWDC bleibt hinter Erwartungen zurück
Die diesjährige WWDC von Apple enttäuschte mit der Einführung des neuen Liquid-Glass-Designs, das auf sozialen Medien insbesondere wegen der schwer lesbaren iPhone-Benachrichtigungen kritisiert wurde. Einige Nutzer scherzten über ein YouTube-Video, dessen Play-Button ein offizielles Promo-Bild von Apple überdeckte.
Ein zentraleres Thema wurde jedoch ebenfalls nicht zufriedenstellend geklärt: der längst überfällige AI-Upgrade für Siri. Laut Software-Chef Craig Federighi ist diese Verbesserung noch nicht einsatzbereit, was Apples Marktwert um satte 75 Milliarden US-Dollar sinken ließ. Zwar stabilisierte sich die Aktie wieder, bleibt jedoch im Vergleich zu Wettbewerbern wie Google oder OpenAI zurück, die unablässig neue AI-Modelle vorstellen.
Apples verspäteter Start bei der Entwicklung grundlegender AI-Technologien wie Rechenzentren und Datenpipelines zieht sich weiterhin hin, während Google bereits mit Übernahmen wie DeepMind im Jahr 2014 bedeutende Fortschritte gemacht hat. Analyst Dan Ives, bekannt für seine optimistische Einschätzung von Apple, äußerte Besorgnis über das langsame Tempo und nannte die diesjährige WWDC in seiner Analyse einen 'Langweiler'.
Die Gefahr eines wachsenden 'Intelligenzgefälles' zwischen iPhones und Android-Geräten wird von Insidern geflüstert, wobei viele Android-Modelle bereits weitaus leistungsfähigere Chatbots bieten. Während der Wechsel des Betriebssystems eine große Entscheidung darstellt, könnte Apple Gefahr laufen, seine Nutzer zu verlieren, wenn das lange versprochene AI-Upgrade nicht bald erfolgt. Das Unternehmen steht unter Druck, damit die Kluft zur Konkurrenz nicht unüberwindbar wird.

