Apple verstärkt Apple TV+ durch Lizenzierung von Hollywood-Filmen
Apple führt Gespräche mit führenden Hollywood-Studios, um das Angebot seines Streaming-Dienstes Apple TV+ zu erweitern. Laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen hat der Technologiekonzern Kontakt zu mehreren großen Studios aufgenommen, um deren Programme sowohl in den USA als auch international anzubieten. Eine Stellungnahme von Apple blieb bislang aus.
Im Gegensatz zu anderen Streaming-Diensten setzt Apple TV+ bislang vorrangig auf exklusive Eigenproduktionen. Zu den Erfolgen zählen die Comedy-Serie „Ted Lasso“ und das Drama „The Morning Show“. Diese Woche konnte der Dienst 72 Emmy-Nominierungen verbuchen, mehr als jemals zuvor. Dennoch sind die großen Erfolge rar, und viele Eigenproduktionen wie der diesjährige Spionage-Actionfilm „Argylle“ erreichten nicht die erhoffte Popularität. Laut der Forschung von MoffettNathanson nutzen lediglich 11 Prozent der US-Haushalte Apple TV+, während Netflix auf 55 Prozent kommt.
Eine größere Filmbibliothek könnte helfen, Abonnenten länger zu binden. Studien zufolge ist die Kündigungsrate bei Anbietern mit umfangreichem Angebot, wie Netflix, geringer. Apple hat bereits rund 50 Filme von Hollywood-Studios lizenziert, darunter Klassiker wie „Mean Girls“ und „Titanic“. Dieses Pilotprojekt verlief erfolgreich genug, dass Apple nun weitere Titel hinzufügen oder bestehende Lizenzen international ausweiten möchte.
Hollywood-Studios begrüßen diese Entwicklung, insbesondere da viele Entertainment-Giganten wie Warner Bros. Discovery und Walt Disney sich aus Profitabilitätsgründen offener für Lizenzgeschäfte zeigen. Wall Street hat den Fokus zunehmend auf Erträge statt auf reines Abonnentenwachstum verlagert.

