Apple unter Druck: Chip-Engpässe trüben den Quartalserfolg
Apple hat zwar beeindruckende Quartalszahlen vorgelegt, jedoch die Anlegerlaune nicht aufhellen können. Trotz eines Rekordergebnisses kämpft das Unternehmen mit Chip-Engpässen und steigenden Kosten für Komponenten. Diese Entwicklungen dämpfen die Risikobereitschaft der Investoren. Folglich sank der Aktienkurs im Verlauf des Handels um 2,4 Prozent, um schließlich einen Prozent tiefer bei rund 255 US-Dollar zu schließen. Der Rückgang wirkte sich auch auf die Leitindizes Dow Jones Industrial und Nasdaq 100 belastend aus.
Tim Cook, der CEO von Apple, berichtete von einer unerwartet hohen Nachfrage nach den neuen iPhone-Modellen, die die Erwartungen des Unternehmens übertroffen habe. Die Beliebtheit führte allerdings zu reduzierten Lagerbeständen zum Jahresende und ließ weniger Spielraum für zusätzliche Auftragsvergaben bei den Fertigungsunternehmen. Hinzu kommen die steigenden Preise für Komponenten, die die Gewinnmargen des Unternehmens schmälern könnten.
Analyst Edison Lee von Jefferies äußerte, dass Apple sowohl die Ergebnisse des ersten Geschäftsquartals als auch den Ausblick auf das laufende Jahr übertreffen konnte. Dennoch sei dieser Erfolg weitgehend im Aktienkurs berücksichtigt. Seit April 2025 verzeichnete die Aktie einen Aufschwung, der Anfang Dezember mit einem Höchststand von 288 US-Dollar kulminierte, jedoch seitdem wieder an Schwung verloren hat.
Tim Long von Barclays hinterfragte die Nachhaltigkeit der jüngsten Erholungen bei Apple. Insbesondere hob er die zuletzt hohe Nachfrage in China hervor, von der er annimmt, dass sie nicht von Dauer sein wird. Zudem betonte er, dass Apple von Nvidia und Alphabet als teuerstes börsennotiertes Unternehmen überholt wurde.

