Apple befeuert Sorgen um Google-Dominanz - Kurssturz bei Alphabet
Im Zuge einer bemerkenswerten Aussage im Gerichtssaal verhalf Apple-Manager Eddy Cue der Alphabet-Aktie zu einer dramatischen Talfahrt. Im Rahmen eines Verfahrens, in dem die US-Regierung gegen Google klagt, bekannte der für Dienstleistungen zuständige Manager, dass Apple plane, eine neue KI-Suche in den Webbrowser Safari zu integrieren, die Google damit Konkurrenz machen könnte. Diese Nachricht ließ die Alphabet-Aktie um beachtliche 7,51 Prozent fallen.
Laut Cue verzeichnete Safari im April erstmals einen Rückgang bei der herkömmlichen Web-Suche, da Nutzer zunehmend auf intelligente KI-Programme zurückgreifen. Google weist diese Annahmen allerdings zurück und betont, dass die Suchanfragen auf Apple-Geräten weiterhin im Aufwärtstrend seien.
Die Diskussion um den Einfluss von KI-Chatsystemen auf Googles Vorreiterrolle in der Web-Suche ist nicht neu, doch Cues Äußerungen ließen die Sorgen vieler Anleger erneut aufflammen, sodass zahlreiche Aktien abgestoßen wurden. Gleichzeitig arbeitet Google selbts daran, KI-spezifische Antworten in ihre Suchmaschine zu integrieren und konkurriert mit der KI-Software Gemini gegen Programme wie ChatGPT.
Dieser rasante technologische Wandel weckt jedoch nicht nur Bedenken, sondern auch Interesse bei Apple. Die lukrativen Deals zur Voreinstellung der Google-Suche in Browsern wie Safari und Firefox stehen im Mittelpunkt der Klage. Laut Aussagen im Gericht beläuft sich der Profit für Apple aus diesen Verträgen allein im Jahr 2022 auf 20 Milliarden Dollar.
Eine verblüffende Aussage von Cue, die schließlich fast übersehen wurde, deutete darauf hin, dass es "in zehn Jahren kein iPhone mehr brauchen" könnte – ein Gedanke, der den tiefgreifenden Wandel durch KI-Technologien unterstreicht und nicht nur Apple-interne Überlegungen ankurbelt.

