Anstieg der Insolvenzen zu Jahresbeginn: Ein Warnsignal für die Wirtschaft?

Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften hat im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Zunahme verzeichnet. Während im Januar 1.391 Insolvenzen registriert wurden, was einen Rückgang von acht Prozent im Vergleich zum Dezember darstellt, sind es dennoch vier Prozent mehr als im Januar 2025. Diese Entwicklung zeigt, dass Unternehmen weiterhin mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert sind.
Besonders beunruhigend ist, dass in den größten 10 Prozent der insolventen Unternehmen im letzten Monat fast 17.000 Arbeitsplätze betroffen waren. Dies entspricht einer Zunahme von 10 Prozent gegenüber Dezember 2025 und einer Steigerung von 18 Prozent im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres. Solche Zahlen verdeutlichen die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Insolvenzen auf den Arbeitsmarkt.
Trotz des jüngsten Rückgangs sehen Experten weiterhin hohe Insolvenzzahlen für das erste Quartal 2026 voraus. Während für Februar und März eine Fortsetzung dieses Trends erwartet wird, könnte ab April jedoch eine „Entspannung“ eintreten. Eine Stabilisierung auf hohem Niveau scheint laut Prognosen durchaus denkbar zu sein. Diese Aussichten basieren auf Daten, die das Institut seit Beginn des Jahres 2020 über insolvente Personen- und Kapitalgesellschaften erhebt. Zu den betroffenen Unternehmen im Januar gehörten unter anderem mehrere größere Personaldienstleister, eine Autovermietung und ein Gebäudedienstleister.

