Anleihemärkte reagieren gelassen auf Inflationsdaten
Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben sich am Freitag leicht abgeschwächt gezeigt. Der Euro-Bund-Future, der als wichtiger Gradmesser gilt, verringerte sich am Vormittag um 0,04 Prozent auf 127,44 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe notierte bei 2,86 Prozent.
Der Inflationsdruck in Deutschland bleibt indes bestehen. Vor allem im Dienstleistungssektor sowie bei bestimmten Lebensmitteln treiben überdurchschnittliche Preissteigerungen die Teuerungsrate weiter über die Zwei-Prozent-Marke. Im November verzeichneten die Verbraucherpreise einen Anstieg von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, was das gleiche Niveau wie im Oktober bedeutet. Diese statistischen Daten sorgten allerdings für kaum Aufregung an den Anleihemärkten, da es sich um die Bestätigung einer vorangegangenen Schätzung handelte.
Analysten der Commerzbank erwarten, dass sich die Märkte vorerst in einer Ruhepause befinden werden, bevor voraussichtlich eine turbulente Schlussphase des Jahres ansteht. In der kommenden Woche werden entscheidende Informationen wie die US-Arbeitsmarktdaten und die November-Inflation publik gemacht. Außerdem steht die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank auf der Agenda, was für zusätzliche Spannung sorgen könnte.

