Anleihemarkt profitiert von Entspannung im transatlantischen Handelsstreit
Die US-Staatsanleihen verzeichneten am Dienstag einen Kursanstieg, wobei der Terminkontrakt für zehnjährige Papiere um 0,26 Prozent auf 110,36 Punkte kletterte. Entsprechend sank die Rendite der zehnjährigen Anleihe auf 4,45 Prozent.
Nach dem verlängerten Wochenende fanden die Anleihen Unterstützung durch eine positive Entwicklung im Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigte Zölle auf EU-Importe auf den 9. Juli verschoben, um weiteren Verhandlungen Raum zu geben. Trump zeigte sich optimistisch und berichtete, dass die EU den Kontakt gesucht habe, um zügig Gesprächstermine zu vereinbaren, was er als ermutigend bezeichnete.
Dennoch bleibt die Situation unsicher, da Trump für seine wechselnden Positionen bekannt ist. Sollte kein Abkommen zustande kommen oder die USA als unfair behandelt ansehen, betonte er sein Recht, die Handelsbedingungen für den Zugang zum US-Markt zu bestimmen.
Derweil zeigten sich kaum Auswirkungen starker US-Konjunkturdaten auf den Anleihemarkt. Der Konsumindikator des Conference Boards stieg um 12,3 Punkte auf 98,0 und markierte damit den größten monatlichen Anstieg seit vier Jahren, während Analysten lediglich einen Wert von 87,1 erwartet hatten. Das Conference Board sieht Fortschritte im Handelskonflikt zwischen den USA und China als treibende Kraft hinter dieser Entwicklung.

