Anleger atmen durch: Staatsanleihen erleben Marktanpassung
Am Freitag kam es bei deutschen Staatsanleihen zu einem Rückgang der Kurse. So schloss der maßgebliche Euro-Bund-Future am Abend mit einem Minus von 0,16 Prozent bei 129,46 Punkten. Entsprechend kletterte die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf 2,72 Prozent.
Dieses Phänomen war kein rein deutsches, denn europaweit passten sich die Anleihenkurse überwiegend an. Händlern zufolge handelte es sich dabei größtenteils um eine Gegenbewegung nach den kürzlichen Kursgewinnen. Die in den USA und Europa veröffentlichten Konjunkturdaten hatten hingegen nur einen geringen Einfluss auf das Geschehen.
Während in Frankreich und Spanien die August-Inflationsraten niedriger als prognostiziert ausfielen, zeigte Deutschland eine andere Tendenz, mit anziehenden Preisen im aktuellen Monat. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, äußerte die Erwartung, dass ein signifikanter Rückgang der deutschen Inflationsrate kurzfristig nicht zu erwarten sei. Die Kerninflation, die schwankende Preise wie bei Nahrungsmitteln und Energie ausklammert, scheint weiterhin stabil.
In den Vereinigten Staaten stiegen die Juli-Werte für Konsumausgaben und Einkommen im Vergleich zum Vormonat leicht an. Dennoch überraschte eine spürbar eingetrübte Stimmung der US-Verbraucher im August.

