Angriffe auf ukrainische Städte erhöhen Spannungen: Feuerpause auf Energieanlagen scheinbar beendet
Die Anspannung in der Ukraine steigt weiter, nachdem in der Nacht erneut Raketen und Kampfdrohnen auf Kiew und Charkiw abgefeuert wurden. Tymur Tkatschenko, Kiews Militärverwalter, warnte vor russischen ballistischen Raketenangriffen, während die Nachrichtenagentur Ukrinform über zahlreiche Explosionen in der Hauptstadt berichtete. Augenzeugenberichten zufolge könnten dabei zwei Wärmekraftwerke Ziel der Angriffe gewesen sein. Gleichzeitig vermeldete Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko, dass mehrere Wohngebäude getroffen wurden und ein Kindergarten in Flammen aufgegangen sei. Zwei Personen erlitten Verletzungen.
Auch die Stadt Charkiw im Osten des Landes blieb nicht verschont. Der Bürgermeister Ihor Terechow sprach von mindestens zwei Raketen, die die Stadt trafen, sowie einem umfassenden Drohnenangriff. Laut Gouverneur Oleh Synjehubow führte dies mindestens zu einer Verletzung. In der Region Saporischschja wurde durch einen Drohnenangriff eine 38-jährige Frau tödlich verletzt, wie der Militärverwalter Iwan Fedorow berichtete.
Die Rückkehr der Angriffe auf Energieanlagen deutet darauf hin, dass die Feuerpause, die in der vergangenen Woche von Ex-US-Präsident Donald Trump verkündet und vom Kreml zunächst bestätigt wurde, nicht mehr besteht. Russland hat in den letzten Jahren die Infrastruktur der Ukraine systematisch angegriffen, was dieses Jahr zur schwersten Energiekrise führte, begleitet von starkem Frost.
Nächsten Mittwoch und Donnerstag ist ein Treffen zwischen Vertretern Russlands und der Ukraine in Abu Dhabi geplant, um über ein mögliches Ende des Krieges zu verhandeln. Ob das Treffen die erhoffte Entspannung bringt, bleibt jedoch abzuwarten.

