Angriffe auf kritische Infrastruktur: Linksextremisten im Visier des Verfassungsschutzes
Eine beunruhigende Welle von Anschlägen auf die kritische Infrastruktur in Deutschland zeigt, dass linksextremistische Gruppen laut Verfassungsschutz keinerlei Rücksicht auf unbeteiligte Bürger wie Berufspendler nehmen. Insbesondere in den Bereichen Energieversorgung und Bahnverkehr ist die Gefahr spürbar, wie zahlreiche Vorfälle der letzten Jahre belegen.
Die Polizeistatistik für das vergangene Jahr weist knapp 300 politisch motivierte Straftaten gegen Verkehrsbetriebe oder Verkehrsmittel aus. Eine aktuelle Analyse des Bundesamtes für Verfassungsschutz offenbart, dass die Angriffe selten einen allgemeinen Versorgungsausfall bezwecken. Vielmehr zielen sie gezielt auf Unternehmen ab, um durch beispielsweise Stromausfälle wirtschaftlichen Schaden zu verursachen.
Dabei werden potenzielle Kollateralschäden, wie im Fall einer Evakuierung von Patienten aus einem südostberliner Pflegeheim nach einem Stromausfall, leichtfertig in Kauf genommen. Gerne bemühen die Täter Klimaschutz als Rechtfertigung, um ihren destruktiven Aktionen einen Anstrich von Legitimität zu verleihen. Zudem werden Themen wie Antimilitarismus und Antigentrifizierung als Beweggründe angeführt.
Doch auch Russlands geheimdienstliche Handlanger scheuen nicht davor zurück, durch Sabotage die deutsche Infrastruktur zu gefährden, wie das Bundesinnenministerium vor einer zunehmenden Gefahr seit 2024 warnt. Zurückzuführen ist die Verwundbarkeit der Infrastruktur unter anderem auf schwer umsetzbare Sicherheitsmaßnahmen. Trotz neuer gesetzlicher Vorgaben, die vom Bundeskabinett für Betreiber kritischer Anlagen initiiert werden, bleibt die umfassende Überwachung von allem von Strommasten bis hin zu Bahngleisen eine enorme Herausforderung.

