Angeblicher Drohnenangriff auf Putin-Residenz sorgt für Spannungen zwischen Russland und der Ukraine

Russland hat erstmals mögliche Beweise für einen angeblichen Drohnenangriff auf eine Residenz des Kremlchefs Wladimir Putin vorgelegt. Der russische Generalmajor Alexander Romanenkow präsentierte Reste einer Drohne und bezeichnete den Vorfall als gezielten Anschlag des ukrainischen Regimes, der sorgfältig geplant gewesen sei.
In einem vom Verteidigungsministerium veröffentlichten Video wurden Details wie Orte, genaue Zeiten und Flugrouten der Drohnen dargelegt. Zudem zeigt das Material einen Soldaten, der Teile einer mutmaßlich ukrainischen Drohne in einem Wald präsentiert. Ein nicht explodierter sechs Kilogramm schwerer Sprengsatz der Drohne "Tschaklun-B" wurde als selten befunden. Ein weiterer Augenzeuge berichtete von Explosionsgeräuschen, die beim Abschuss zu hören gewesen seien.
Romanenkow erklärte, dass die Drohnen von den ukrainischen Regionen Sumy und Tschernihiw aus gestartet wurden, wobei das Ziel die Residenz im Nowgorod-Gebiet war. Er bestätigte, dass die russische Flugabwehr alle Drohnen abgefangen habe, ohne Schäden an der Residenz zu verursachen.
Diese Präsentation erfolgte als Antwort auf Forderungen der Ukraine, Beweise für den Angriff vorzulegen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies die Anschuldigungen zurück und bezeichnete sie als Versuch Russlands, Friedensverhandlungen zu untergraben. Gleichzeitig erörterte Putin den Vorfall in einem Telefonat mit dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump, was zusätzlich zu Spannungen führte. Russland hat inzwischen angedeutet, seine Position bei den laufenden Friedensverhandlungen zu überdenken.

