Amerikanische Unternehmen in Europa blicken besorgt auf Trump-Politik
Eine deutliche Mehrheit der US-amerikanischen Unternehmen in Europa sieht einer Verschlechterung der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen entgegen. Dieser Pessimismus rührt vor allem von den erwarteten handelspolitischen Maßnahmen des designierten US-Präsidenten Donald Trump, insbesondere von möglichen Zollerhöhungen, so eine am Montag veröffentlichte Umfrage.
Die Umfrage der Amerikanischen Handelskammer bei der Europäischen Union (AmCham EU), die mehr als 160 Mitglieder zählt – darunter namhafte Firmen wie Apple, Goldman Sachs, Meta und Visa –, ergab, dass zwei Drittel der Teilnehmer befürchten, die zukünftigen US-Politiken könnten ihre Geschäfte auf dem europäischen Kontinent negativ beeinflussen.
Darüber hinaus erwarten 52% der Befragten nachteilige Auswirkungen durch europäische Regulierungsschritte. Die Befragung, die zwischen dem 6. und 14. Januar unter 58 US-kontrollierten Mitgliedern durchgeführt wurde, zeigt, dass 84% von ihnen Zölle und Handelspolitik als vorrangige Themen für die transatlantische Zusammenarbeit nannten, gefolgt von der Widerstandsfähigkeit der Lieferkette und der Energiewende.
Eine überwiegende Mehrheit der Unternehmen betonte, wie essenziell Europa für ihre Aktivitäten sei, und rief dazu auf, dass die EU und die USA gemeinsam regulatorische Hürden abbauen, Handelsbarrieren senken und die regulatorische Zusammenarbeit ausbauen sollten.
Drei Viertel der befragten Firmen zeigten sich zudem "sehr" oder "äußerst" unterstützend gegenüber dem Pariser Klimaabkommen, aus dem sich Trump voraussichtlich zurückziehen wird. Lediglich 2% äußerten keine Unterstützung für das Abkommen.

