Amerikanische Börsen trotzen Tarifunsicherheiten: Ausländische Investoren bleiben standhaft
Trotz der kürzlich eingeführten „Liberation Day“-Zölle von US-Präsident Trump, die einen anfänglichen Schock am Markt auslösten, zeigt sich, dass ausländische Investoren weiterhin Vertrauen in amerikanische Aktien haben. Vorübergehende Marktverwerfungen aufgrund fallender Aktienkurse, Verkäufen von Staatsanleihen und einem schwächelnden Dollar konnten die Marktstabilität nicht komplett erschüttern.
Von Jahresbeginn bis Ende Juni 2025 haben internationale Anleger über 30% ihrer US-Finanzanlagen in Aktien investiert, laut einer Analyse von Ned Davis Research. Dieser Anteil liegt deutlich über dem Langzeitdurchschnitt. Selbst die anfängliche Panik, die von den Zöllen ausging, flaute rasch ab, da Unternehmen die Auswirkungen besser managten als erwartet. Aktuelle Daten von Citi zeigen, dass der effektive US-Zollsatz nun bei etwa 9% liegt, weit entfernt vom theoretischen Spitzenwert von 18%.
Ein stabilisierender Faktor sind die gesunkenen Zinsen und wachsender Optimismus bezüglich des Wirtschaftswachstums in den USA, was das Vertrauen der Investoren stärkt. Trotz dieser Zuversicht bleibt die Unsicherheit bezüglich der Auswirkungen von Trumps neuesten Zöllen bestehen. Dennoch haben Verringungen in der prekären Zolllage und eine Stärkung der Wirtschaftsstimuli in Washington einen unterstützenden Rahmen geschaffen.
Internationale Aktien haben kürzlich signifikante Gewinne erzielt, zeitweise sogar die amerikanischen Märkte um bis zu 17% überholt, bevor sich diese Differenz auf etwa 10% verringerte. Experten betonen, dass die Attraktivität der US-Aktien weiterhin hoch bleibt, besonders im Technologiesektor, der in anderen entwickelten Märkten weniger präsent ist.
Zum Zeitpunkt der Erholung des Dollars nach einem starken Rückgang hat Truist entschieden, überwiegend auf die USA zu setzen, auch wenn einige internationale Diversifikationen als Absicherung hinzugefügt wurden.

