AMD übertrifft Erwartungen – KI sorgt für Wachstum, Marge enttäuscht leicht
Der US-Chipkonzern Advanced Micro Devices (AMD) hat im dritten Quartal stärker abgeliefert als von Analysten erwartet. Umsatz und Gewinn lagen klar über den Prognosen – nur bei der Bruttomarge bleibt AMD hinter der erhofften Überraschung zurück.
Im abgelaufenen Quartal erreichte AMD
- 1,20 US-Dollar Gewinn je Aktie (Erwartung: 1,16 USD)
- 9,25 Mrd. US-Dollar Umsatz (Erwartung: 8,74 Mrd. USD)
Damit wächst der Umsatz im Jahresvergleich um 36 %. Der Nettogewinn steigt von 771 Mio. USD auf 1,24 Mrd. USD.
Für das laufende Quartal stellt AMD 9,6 Mrd. USD Umsatz in Aussicht – erneut über Markterwartung (9,15 Mrd. USD). Die bereinigte Bruttomarge soll bei 54,5 % liegen und trifft damit exakt die Analystenprognose.
KI bleibt Wachstumstreiber – China bleibt ausgeschlossen
AMD versucht weiterhin, im KI-Chipmarkt Boden gegen Branchenführer Nvidia gutzumachen. Die Prognose enthält erneut keine Umsätze aus China, da AMD seine neuesten MI308-Beschleuniger dort aufgrund regulatorischer Einschränkungen nicht verkaufen darf.
Strategisch legt AMD dennoch nach:
- OpenAI soll Medienberichten zufolge erwägen, bis zu 10 % an AMD zu übernehmen und langfristig 6 Gigawatt GPU-Kapazität abzunehmen.
- Oracle plant ab 2026 den Einsatz von 50.000 AMD Instinct MI450-Chips in seinen Rechenzentren.
Fazit:
AMD wächst stark und profitiert vom KI-Boom – doch der Konkurrenzdruck von Nvidia bleibt hoch. Langfristig bleibt das Potenzial groß, kurzfristig könnte die Aktie jedoch volatil bleiben.


