Amazon erreicht kostspielige Einigung im Streit um Prime-Abonnements
Amazon hat sich in den USA auf eine Einigung geeinigt, bei der der Tech-Gigant 2,5 Milliarden Dollar zahlt, um einen laufenden gerichtlichen Streit um seinen Abonnementdienst Prime abzuschließen. Die Federal Trade Commission (FTC) hatte dem Unternehmen vorgeworfen, durch manipulatives Website-Design Abonnements zum Abschluss und Verhindern der Kündigung veranlasst zu haben. Der Prozess zur Klage war kürzlich gestartet, und eine mögliche Verurteilung hätte zu noch höheren Zahlungen führen können.
Von diesem Vergleichsbetrag sollen 1,5 Milliarden Dollar an rund 35 Millionen betroffene Prime-Kunden fließen. Zusätzlich hierzu kommt eine Strafzahlung in Höhe von einer Milliarde Dollar. Teil der Einigung ist zudem, dass Amazon die Konditionen für sowohl den Abschluss als auch die Kündigung von Prime-Abonnements klarer darstellt.
In einer Stellungnahme unterstrich Amazon, dass der Konzern keinerlei Schuldeingeständnis gemacht habe. Das Unternehmen und seine Führungskräfte hätten jederzeit gesetzeskonform gehandelt und würden sich nun, dank dieser Einigung, wieder vollständig dem operativen Geschäft widmen. Amazon sei zuversichtlich in seine rechtliche Position gewesen, habe aber ein langwieriges Gerichtsverfahren und mögliche Berufungsverfahren vermeiden wollen.
In den USA ist die Prime-Mitgliedschaft ein zentrales Mittel zur Kundenbindung; sie kostet derzeit 139 Dollar jährlich oder 14,99 Dollar monatlich. Prime-Mitglieder profitieren nicht nur von kostenlosem Versand, sondern genießen auch den Zugang zu verschiedenen Diensten wie Musik- und Videostreaming, was ihre Kaufhäufigkeit erhöht.

