Amazon einigt sich auf historische Vergleichszahlung in Milliardenhöhe
Amazon hat sich bereit erklärt, eine beeindruckende Summe von 2,5 Milliarden US-Dollar zu zahlen, um einen Fall der Federal Trade Commission (FTC) beizulegen. Gegenstand war der Vorwurf, dass das Unternehmen Kunden durch trickreiche Methoden zur Anmeldung bei Prime verleitet und gleichzeitig den Kündigungsvorgang unnötig erschwert habe.
Im Rahmen der vereinbarten Einigung wird Amazon 1,5 Milliarden US-Dollar an betroffene Kunden rückerstatten. Laut FTC stehen etwa 35 Millionen Prime-Mitglieder im Fokus dieser Rückzahlungen, wobei qualifizierte Kunden jeweils 51 US-Dollar erhalten können. Zusätzlich muss Amazon eine Zivilstrafe von 1 Milliarde US-Dollar zahlen, was die bislang höchste Strafe für eine Regelverletzung der FTC darstellt.
Teil der Vereinbarung ist, dass Kunden, die ihr Prime-Abonnement zwischen dem 23. Juni 2019 und dem 23. Juni 2025 abgeschlossen haben, innerhalb von 90 Tagen die entsprechenden Zahlungen erhalten. Ein deutlicher Schritt in Richtung besserer Verbraucherschutz, wie FTC-Vorsitzender Andrew N. Ferguson betonte. Künftig soll der E-Commerce-Riese klarere Optionen für die Ablehnung des Prime-Angebots sowie einfachere Stornierungsbedingungen bieten.
Amazon erkennt die Vorwürfe offiziell nicht an, stimmte jedoch zu, die notwendigen Änderungen vorzunehmen. Ein seit Juni 2023 laufendes Verfahren liegt diesem Ergebnis zugrunde, das nun, nur wenige Tage nach Beginn eines Juryverfahrens in Seattle, mit diesem Vergleich beendet wurde.
In einem separaten Verfahren untersucht die FTC ebenfalls, ob Amazon gegen Wettbewerbsrechte verstoßen hat, indem das Unternehmen möglicherweise Preise erhöhte und die Konkurrenz unterdrückte.

