Amadeus Fire: Herausforderungen und Verluste prägen das Geschäftsjahr
Der Personaldienstleister Amadeus Fire sieht sich mit einem herausfordernden Geschäftsumfeld konfrontiert, welches durch enttäuschende Erträge und Umstrukturierungskosten geprägt ist. Aufgrund dessen zeigt sich das Unternehmen vorsichtiger hinsichtlich der Prognose für das operative Ergebnis. Angesichts eines schwachen Wirtschaftsausblicks in Deutschland bis zum Ende des Jahres 2025 wird mit einem operativen Gewinn im unteren Bereich der von 15 bis 25 Millionen Euro gesenkten Spanne gerechnet.
Ursprünglich hoffte das Management auf eine wirtschaftliche Erholung, weshalb der Prognosekorridor so breit angelegt wurde. Doch die erwartete Belebung blieb aus, und der Umstrukturierungsprozess belastete zusätzlich. Die Aktie von Amadeus Fire, gelistet im SDax, hat seit Jahresbeginn bereits etwa 30 Prozent verloren. Vorbörslich verzeichnete sie einen weiteren Rückgang um 1,7 Prozent auf 51,80 Euro, womit sie auf das Mehrjahrestief von 49,50 Euro zusteuert.
In den ersten drei Quartalen 2025 verringerte sich das operative Ergebnis um 79 Prozent auf 9,7 Millionen Euro. Die Erlöse sanken um fast 18 Prozent auf 277 Millionen Euro, was primär auf schwaches Geschäft und die Restrukturierung in der geförderten Weiterbildung im Bereich Comcave zurückzuführen ist. Einmalige Umstrukturierungskosten im dritten Quartal beeinträchtigten das Ergebnis mit mehr als fünf Millionen Euro. Zudem weist Amadeus Fire nach neun Monaten einen Verlust von etwa einer halben Million Euro aus, während im Vorjahr noch ein Gewinn von 26 Millionen Euro verzeichnet wurde.

