Allianz SE: Rückkehr auf den US-Fondsmarkt nach erfolgreicher Restrukturierung
Die Allianz kann aufatmen: Nach einem milliardenschweren Anlageskandal während der Corona-Krise hat der Versicherungskonzern die Erlaubnis erhalten, seine Geschäfte in den USA vollumfänglich wiederaufzunehmen. Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat kürzlich die zuvor auferlegten Einschränkungen aus dem Vergleich von 2022 aufgehoben. Diese Verbote untersagten der Konzerntochter Allianz Global Investors (AGI) ursprünglich, für einen Zeitraum von zehn Jahren ein eigenes Fondsgeschäft in den USA zu betreiben. Erfreulicherweise endeten die Restriktionen nun weitaus früher als geplant, nur rund drei Jahre nach ihrer Einführung.
Im Jahr 2022 hatte die Allianz in den USA Wertpapierbetrug gestanden, was zu erheblichen finanziellen Verlusten der Großinvestoren, darunter Pensionsfonds, führte. Die Allianz setzte daraufhin rund 5,6 Milliarden Euro für Entschädigungen und Geldstrafen an. Zwischenzeitlich übertrug die AGI ihre US-Fondsgeschäfte an Voya Investment Management, um den Auflagen zu genügen.
Der Vorstandsvorsitzende der Allianz, Oliver Bäte, kreditiert die Rückkehr auf den US-Markt der konsequent durchgeführten Restrukturierung der US-Tochter. Das Unternehmen habe die geforderten Anpassungen erfolgreich umgesetzt, was die SEC bereits vor einigen Tagen bekannt gab – eine Mitteilung, die bisher weitgehend übersehen wurde.

