Alibaba erhöht KI-Investitionen: Aktienkurs steigt deutlich
Der Aktienkurs von Alibaba erlebte am Mittwochnachmittag in Hongkong einen Anstieg von rund neun Prozent, nachdem CEO Eddie Wu angekündigt hatte, das KI-Budget des Unternehmens zu erhöhen. Die E-Commerce-Größe hatte sich bereits verpflichtet, in den kommenden drei Jahren 380 Milliarden Yuan (circa 45 Milliarden Euro) in KI-Infrastruktur zu investieren. Details zu den zusätzlichen Ausgaben wurden jedoch nicht bekanntgegeben.
Diese Ankündigung fiel mit der Vorstellung des neuesten und leistungsstärksten KI-Modells von Alibaba auf einer Firmenkonferenz in Hangzhou, China, zusammen. Der Chief Technology Officer des Unternehmens, Zhou Jingren, erläuterte, dass das Modell Qwen3-Max über eine Billion Parameter enthält. Diese Parameter sind entscheidend dafür, wie das System Informationen verarbeitet und Vorhersagen trifft.
Interessanterweise behauptet Alibaba, dass sein Qwen3-Max-Modell in bestimmten Metriken Konkurrenten wie Anthropic's Claude und DeepSeek-V3.1 übertrifft, wobei es sich auf Benchmarks von Drittanbietern stützt.
Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung schätzt Wu, dass die globalen Investitionen in KI in den nächsten fünf Jahren vier Billionen US-Dollar überschreiten werden. Diese Einschätzung kommt zu einer Zeit, in der chinesische Wettbewerber wie Tencent und JD.com sowie US-amerikanische Technologieunternehmen erhebliche Ressourcen in KI investieren.
Jedoch wird Alibabas Fortschritt durch Beschränkungen beim Zugang zu KI-Prozessoren des amerikanischen Unternehmens Nvidia erschwert. Die chinesische Internet-Regulierungsbehörde hat Berichten zufolge den Kauf von Nvidias KI-Chips durch die größten Technologieunternehmen des Landes untersagt, als Teil der Bemühungen, die heimische Chipindustrie zu stärken und die Abhängigkeit von den USA zu verringern.
Im August waren chinesische Unternehmen bereits davor gewarnt worden, Nvidias H20-Chip zu erwerben, der speziell für China entwickelt wurde, aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Sicherheit nationaler Daten und Systeme. Diese Warnung folgte, nachdem die USA im April ein zuvor auferlegtes Exportverbot für H20-Chips nach China aufgehoben hatten, das im Zuge eines Handelsstreits verhängt worden war.

