Alfons Schuhbeck: Das Ende einer Ära des Ruhms und der Verblendung
Alfons Schuhbeck, der bekannte Fernsehkoch, steht mit 76 Jahren vor den Trümmern seines Daseins. Mit der Diagnose einer unheilbaren Krebserkrankung und einem Schuldenberg, der kaum zu bewältigen scheint, ruft sein Schicksal durchaus Mitgefühl hervor.
Denn hinter dem kulinarischen Genie verbirgt sich der Mensch Alfons Schuhbeck, zu dem man aufgrund seiner Lage durchaus eine emotionale Verbindung aufbauen kann. Doch gibt es auch den anderen Schuhbeck. Einen Mann, der in seiner Karriere nicht nur als leidenschaftlicher Koch, sondern auch als jähzorniger und geltungssüchtiger Geschäftsmann von sich reden machte.
Die Unternehmensführung, geprägt durch Egozentrik und einen Hang zur Selbstüberschätzung, führte letztlich zur ruinösen Zerschlagung eines gesamten Firmenimperiums. Die Legende vom bescheidenen Koch, der sich in geschäftlichen Belangen lediglich ungeschickt angestellt hat, entlarvt sich selbst, wenn man auf die kriminelle Energie blickt, die über Jahre hinweg in seinen Betrieben herrschte.
Die Frage bleibt: Warum nutzte er nie professionelle Unterstützung, um die Buchhaltung in geordnete Bahnen zu lenken? Die Antwort lässt auf ein selbstverschuldetes Scheitern schließen.

